Herausfordernde Abschnittsübung in Stumm

Am 04.04.2025 gegen 19:00 Uhr fand die diesjährige Abschnittsübung des Feuerwehrabschnitts Fügen in Stumm im Zillertal statt. Insgesamt nahmen 112 Kamerad:innen von 9 Feuerwehren mit 17 Fahrzeugen an der Übung teil.
Kurz nach 19:00 Uhr stieg Rauch über dem Gewerbegebiet in Stumm auf. Der Grund: die Abschnittsübung 2025 des Feuerwehrabschnitts Fügen. Die Alarmierung lautete: „Brand in Tiefgarage Reifenzentrum Achleitner“.

Auf der Anfahrt wurde der Einsatzleiter der Feuerwehr Stumm von einem Passanten gestoppt: „Hilfe, hier ist ein Unfall passiert – helft uns!“, rief dieser panisch. Rund 100 Meter vor dem eigentlichen Brandobjekt hatte sich ein schwerer Verkehrsunfall mit Gefahrgutbeteiligung ereignet. Der Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Stumm ließ daraufhin umgehend die Feuerwehr Kaltenbach nachalarmieren. Drei teils schwer verletzte Personen waren zu beklagen. Ein PKW wurde von der Gabel eines Staplers durchbohrt, zudem lagen mehrere Gasflaschen am Unfallort sowie auf dem Fahrzeug.

Nachdem die Feuerwehr Fügen die Gaskonzentration gemessen und die Art des Gefahrguts bestimmt hatte, konnten die Kameraden der Feuerwehr Kaltenbach mit hydraulischem Rettungsgerät die eingeklemmten Personen befreien und nach Erstversorgung dem Rettungsdienst übergeben.
Im Brandobjekt selbst wurden insgesamt 12 Personen als vermisst bzw. verletzt gemeldet. Nach der ersten Lageerkundung durch den Einsatzleiter „Brand“ wurden die Feuerwehren Ried, Uderns, Fügen, Hart, Bruck sowie die Feuerwehr Schwaz mit dem Atemschutzcontainer nachalarmiert.
Die Personen im ersten Obergeschoss wurden über Steckleitern in Sicherheit gebracht. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde eine Relaisleitung vom Ziller bis zum Brandobjekt verlegt. Mehrere Atemschutztrupps durchsuchten die Tiefgarage sowie das Gebäude nach vermissten Personen und möglichen Brandstellen. Parallel zur Personensuche wurde mit der Brandbekämpfung begonnen. Auch diese Verletzten konnten rasch gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Im Verlauf der Löscharbeiten meldete sich ein Mitarbeiter der betroffenen Firma: In der Werkstatt, in der Montagegrube, sei ein Kollege unter einem schweren Gegenstand eingeklemmt. Umgehend wurde die Feuerwehr Schlitters zur Unterstützung alarmiert. Nach der Lageerkundung durch den Gruppenkommandanten begannen die Kameraden aus Schlitters mit der Befreiung des Eingeklemmten. Mittels Hebekissen wurde die Last angehoben und die Person erfolgreich gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.
Gegen 21:00 Uhr konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Auch der Bürgermeister von Stumm, Ing. Frank Kolb, machte sich persönlich ein Bild von der Arbeit der Einsatzkräfte und lobte bei der abschließenden Besprechung die ausgezeichnete Zusammenarbeit der Feuerwehren.

Ebenfalls vor Ort und von der Schlagkraft der Feuerwehren überzeugt zeigten sich Bezirksfeuerwehrkommandant Hansjörg Eberharter, Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Herbert Eibl, Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Geisler sowie Abschnittskommandant Reinhard Haun vom Abschnitt Fügen.
An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Stumm für die Organisation und Austragung der diesjährigen Abschnittsübung. Ein besonderer Dank gilt zudem den Eigentümern der Übungsobjekte für das zur Verfügung gestellte Gelände und die Gebäude.

An der Übung nahmen teil:
– FF Stumm – 4 Fahrzeuge, 27 Mann/Frau
– FF Kaltenbach – 2 Fahrzeuge, 16 Mann/Frau
– FF Ried im Zillertal – 1 Fahrzeug, 9 Mann/Frau
– FF Uderns – 3 Fahrzeuge, 13 Mann/Frau
– FF Fügen – 2 Fahrzeuge, 16 Mann/Frau
– FF Hart im Zillertal – 1 Fahrzeug, 9 Mann/Frau
– FF Bruck am Ziller – 1 Fahrzeug, 9 Mann/Frau
– FF Schlitters – 1 Fahrzeug, 9 Mann/Frau
– FF Schwaz – 1 Fahrzeug, 4 Mann/Frau
– Rettungsdienst – 2 Fahrzeuge, 4 Mann/Frau


Text: BFV Schwaz

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